Freitag, 18. August 2017

2015: Große Holzlieferung für Projekt Niederreifenberg / Lokale Umweltgruppe AGENDA 21 verhindert Holzlieferung für Merzhausen

September / Oktober 2015


Nachdem wir für unsere beiden Projekte (Zaunverlängerung Niederreifenberg und Instandsetzung der Amphibienleitanlage bei Merzhausen) mehrere Anträge bei der Oberen Naturschutzbehörde einreichten bekamen wir nun endlich die erfreuliche Nachricht, das unsere Projekte unterstützt werden sollen.


Jetzt gab es kurzfristig einiges zu organisieren und zu klären, denn es sollte noch in diesem Jahr (2015) das erforderliche Material geliefert werden. Es stellten sich also u.a. folgende 
Fragen für beide Projekte:


Welches Material und wie viel wird benötigt?
Wo kann das Material bis zum Verbau gelagert werden?
Wer wird zu welchen Teilen an dem Verbau beteiligt sein?
Kann gewährleistet werden, das der Verbau des Materials zeitnah erfolgen wird?


In enger Zusammenarbeit mit dem Forstbetrieb Königstein war es uns möglich für das Projekt in Niederreifenberg alles Notwendige kurzfristig und unkompliziert zu besprechen und zu organisieren. So half uns das Forstamt Königstein bei der Erstellung der umfangreichen Materialliste und stellte uns eine Lagerungsmöglichkeit zur Verfügung. Nach guter Vorbereitung nahm Amphibien Hochtaunus die Lieferung entgegen und lagerte es an dem zur Verfügung gestellten Platz ein.



Materialanlieferung für Zaunverlängerung in Niederreifenberg.











Das mit dem Kran angelieferte Holz galt es anschließend in dem Unterstand einzulagern.


Mit einer Helferkette konnte alles relativ zügig umgestapelt werden.









Geschafft. Alles eingeräumt und ordentlich geschichtet. Anschließend wurde noch ein Zaun mit Schloss und mehreren zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen vorgenommen, um das Holz  nicht nur wetterfest zu lagern sondern auch so diebstahlsicher wie möglich zu bekommen. 






Umweltgruppe AGENDA 21 und stellvertretende Leiter des Forstamts Weilrod setzen Leitplanken durch und verhindern somit Holzlieferung für Instandsetzung der Amphibienleitanlage bei Merzhausen


Für das Projekt in Merzhausen, bei welchem es sich eigentlich um die Instandsetzung der Anlage handelt ging es leider nicht so unkompliziert zu. Nach dem wir hier bereits in 2014 den alten maroden Holzzaun aufwendig provisorisch reparierten und auch nach einer hierfür von uns einmaligen Helferanfrage bei der Umweltgruppe AGENDA 21 keine Unterstützung bekamen (wir bekamen lediglich ein Werkzeug zur Verfügung gestellt) wurden wir plötzlich Anfang des Jahres von dieser Gruppe vor vollendete Tatsachen gestellt:

Die Umweltgruppe, die bis dato nichts sowohl mit der Amphibienleitanlage als auch mit den Rettungsaktionen der Tiere in Merzhausen zu tun hatte und grundsätzlich nach eigener Aussage lediglich im Bereich Weilrod neben der Krötenrettung mit mobilen Schutzzäunen (überwiegend mit morgendlicher Betreuung) mit einer Vielzahl von weiteren Themen (wie z.B. u.a. Obstbaumschnitt, Streuobstwiesen pflegen, Vogelhäuschen aufhängen etc.) unterwegs ist und keine Kapazitäten für ein solches Projekte habe, kündigte uns nun an, man habe kurzfristig Geld bei der Unteren Naturschutzbehörde für Merzhausen abgerufen. Und das, obwohl wir hier schon längst tätig waren und mit den Behörden in Kontakt standen! Darüber hinaus ließ uns die AGENDA unmissverständlich wissen, das ausschließlich sie über Kompetenzen einer "Ausschreibung" für eine Zaunerneuerung etc. verfügen würden. Auch für die Verkehrssicherheitsmaßnahmen, die wir für unsere Reparaturmaßnahmen zusammen mit der Polizei und der Straßenbehörde in einem Ortstermin durch sprachen und später organisierten wurde wir lediglich kritisiert und schlecht gemacht. Unsere umfangreichen, langjährigen Erfahrungen im Amphibienschutz, besonders mit stationären Leitanlagen, interessierte an dieser Stelle Niemanden. Unter all diesen Umständen konnte eine Zusammenarbeit nicht zustande kommen. 


Als wir schließlich jetzt im September/Oktober 2015 von der Oberen Naturschutzbehörde (ONB) auch für Merzhausen das Material für einen neuen Holzzaun hätten bekommen können wurde dies von dem dort zuständigen Forstbetrieb (deren Person ebenfalls in der AGENDA!) als auch von Hr. Cromm, Leiter der AGENDA nicht befürwortet und unterstützt. Man WOLLE ausrangierte Leitplanken und keinen Holzzaun, so die Äußerung des Forstbetriebes Weilrod gegenüber der ONB. Somit wurde uns von der Behörde mitgeteilt, das man beabsichtige dem Forstbetrieb "nachzugeben" und die dortige Wiesenseite von der AGENDA mit ausrangierten Leitplanken bauen zu lassen. Somit wurden für den späteren Bau Leitplanken eingelagert. Das Geld, welches die AGENDA Anfang des Jahres erhielt sollte dann für den Verbau verwendet werden. Für die Waldseite sei jedoch, aufgrund der Hanglage, nur ein neuer Holzzaun möglich, deren Bau dann von uns übernommen werden sollte, so die ONB. Da wir bis dato über keinerlei Erfahrungen zu Leitplanken im Amphibienschutz hatten konnten wir nur darauf hinweisen, man solle diese Möglichkeit nochmal überdenken und prüfen. Welche schwerwiegenden Konsequenzen der Verbau der Leitplanken für die Amphibien haben würde, sollte sich später noch herausstellen.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen